Soziale Medien als Echokammer für Antisemitismus
Fulda, Stadt, Fulda
31.12.2026, 10:00 Uhr
, bis 13:00 Uhr
2,00 €
11–27 Jahre
Unser interaktives Schulprojekt richtet sich an Jugendliche ab der 5. Jahrgangsstufe und bietet innerhalb von 4 Unterrichtseinheiten einen kreativen Zugang zur Auseinandersetzung mit der NS-Zeit, insbesondere mit der regionalen Geschichte Fulda.
In einer Zeit, in der junge Menschen zunehmend mit antisemitischen Inhalten in sozialen Medien wie WhatsApp, Instagram und TikTok konfrontiert werden, ist es von entscheidender Bedeutung, ihnen die nötigen Werkzeuge an die Hand zu geben, um diese Phänomene zu erkennen und zu hinterfragen. In diesem Projekt sollen Schüler/innen befähigt werden, antisemitische Narrative in den gängigen sozialen Medien zu identifizieren und einzuordnen.
Die Teilnehmerinnen lernen, wie sie typische antisemitische Vorurteile, Verschwörungserzählungen und Narrative erkennen können. Dies geschieht durch die Analyse aktueller, relevanter Beispiele aus sozialen Netzwerken, die mit den Schüler/innen gemeinsam besprochen und hinterfragt werden. Dabei werden nicht nur die Inhalte selbst untersucht, sondern auch die Mechanismen, die zu ihrer Verbreitung und Normalisierung in sozialen Medien führen.
Zu Beginn des Projekts stellen sich die Teilnehmenden gegenseitig vor und formulieren gemeinsam mit der Projektleitung ihre Wünsche und Ziele für den Tag. Im Anschluss wird gemeinsam über das Vorwissen und die Interessen der Jugendlichen zum Thema jüdisches Leben gesprochen, um individuelle Schwerpunkte zu identifizieren.
Ziel des Projekts ist es, die Medienkompetenz der Schüler/innen zu stärken und ihnen ein Bewusstsein für den alltäglichen Antisemitismus zu vermitteln. Sie sollen lernen, kritisch zu denken und sich aktiv gegen Diskriminierung und Hassrede zu positionieren. Durch die Auseinandersetzung mit konkreten Beispielen werden die Schüler/innen ermutigt, Verantwortung zu übernehmen und die Auswirkungen von antisemitischen Inhalten auf Gesellschaft und Individuen zu verstehen.
Am Ende des Projekts sollen die Schüler/innen nicht nur ein besseres Verständnis für Antisemitismus im digitalen Raum entwickelt haben, sondern auch konkrete Handlungsmöglichkeiten kennen, wie sie sich gegen solche Inhalte stellen und für ein respektvolles und inklusives Miteinander eintreten können.
Der Workshop wird von Frau Anja Listman (Beauftragte für jüdisches Leben in Fulda) und Herr Felix Rudolph-von Niebelschütz (Medienpädagoge bei Menschen und Medien e.V.) geleitet. Der Kostenbeitrag liegt bei 2,00€ pro Schüler/in.
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